Endlich. Wesentlich experimenteller und trotzdem ganz die Alten. Nach dem 80er Popalbum "Sterbender Satyr" kommt "Greifenherz" wesentlich kraftvoller und direkter daher. Aber es bleibt dabei, die 80er und PRIMUS INTER PARES stehen beim jedem ORLID-Album Pate.
Die Melodien und ausgetüftelten Klangspielereien springen nicht beim ersten Hördurchlauf ins Ohr, dafür später umso intensiver. Darüber thront wie immer erhaben und voller Männlichkeit die Stimme Frank Machaus, der es geschafft hat eine Art Vermächtnis zu komponieren. Was soll nach so einem Wurf, so einem Album kommen? Man höre ein Lied wie "Schlaf im Mohn" und schweige still. Das es soetwas gibt...
Neu im Klangbild sind Sprachsamples, erneut aufgenommen wurde die Akustikgitarre, aber ORPLID sind trotzdem wieder meilenweit von dem entfernt, was sich Neofolk nennt. Punktabzug gibt es wegen dem "Rolf Schilling Stück", welches überhaupt nicht passt. Man hätte es - wenn schon - nach 5 Minuten Pause ans Ende setzen müssen. Und der Gesang von Sandra Fink ist ganz sicher gut, außergewöhnlich und besonders - mir liegt er allerdings nicht. Aber das ist Geschmackssache.
Fazit: ein grandioses Album.
Fakten/Facts:
- CD in Digipac out on 21.11.2008
- 54 min
- Digipac + Booklet
Titel/Tracks:
01 Falken-Eid I
02 Luzifer
03 Schwertgesang
04 ...
05 Totenesche
06 Myrmidonenklage
07 Des Sperbers Geheimnis
08 ...
09 Schlaf im Mohn
10 Traum von Blashyrkh
11 ...
12 Der Anarchist
13 Gesang an den Horusfalken (Lesung von Rolf Schilling)
14 Falken-Eid II
Gesamtbewertung:
*****(sehr gut)
Anmerkung zur Bewertung:
****** (ausgezeichnet),*****(sehr gut),****(gut), ***(zwiespältig), **(genügend), *(schlecht)
Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 30. Oktober 2008 im Shop aufgenommen.